Leobendorfer Kulturherbst

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Grunerhof präsentierte sich das Symphonieorchester Bisamberg/Leobendorf bestens disponiert mit dem Programm „Aus der Neuen Welt“!

Im ersten Teil standen Mozarts „Titus“ Ouvertüre und seine „Serenata notturna“ mit den Solisten Susanne Masetti, Walpurga Neubauer (Violine), Liudmila Kharitonova (Viola) und Ruben Sanchez (Kontrabass) auf dem Programm.

Großen Jubel gab es schließlich nach der Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak.

Eindrücke einer Konzertbesucherin (Susanne Weber)

„Aus der Modernen … ähm pardon … Neuen Welt“
Ein Abend voller Leidenschaft! Mozart und Dvorak trafen einander im Grunerhof. Das Symphonieorchester Leobendorf/Bisamberg/Enzersfeld eröffnete den 36. Leobendorfer Kulturherbst mit musikalischer Professionalität und mitreißender Dynamik. Die Stimmung war ergreifend, das Publikum applaudierte an beinahe exakt den richtigen Stellen und die Welle der Hingabe motivierter Musikerinnen und Musiker schlug um sich, als stünden die beiden Komponisten leibhaftig anspornend am Bühnenrand.
Was macht dieses Orchester aus? Warum hat man nach 42 Minuten Dvoraks Neunter das Gefühl, es solle nicht enden. Immer noch nicht! Möglicherweise ist es die Zusammenstellung, die g´sunde Mischung. Musiklehrerinnen und Musiklehrer, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Amateure und Gäste treffen einander mit einem gemeinsamen Ziel: Musizieren auf professionellem Niveau. Und dieses Ziel wird erreicht! Immer und immer wieder! Chapeau!
Ein wenig gezwickt hat es nur zu Beginn, als von Seiten der Veranstalter aus der „Neuen“ die „Moderne“ Welt wurde … Kolumbus hätte sich beinahe im Grab umgedreht. Wertschätzung ist ein kostbares Gut, das sich wie selbstverständlich durch eine Gesellschaft ziehen sollte. Gleich einem roten Faden, der mit jeder Hand, die ihn umklammert, an Stärke gewinnt. Naja… vielleicht nächstes Jahr!

PRESSE

Dvorak`s Neue Welt

Festival / Mit einem Konzert des „Symphonieorchester Bisamberg/Leobendorf“ wurde der 36. Kulturherbst eröffnet.

Von Helmut Seufert

LEOBENDORF / Mit einem gewaltigen Paukenschlag im wahrsten Sinn des Wortes wurde der 36. Leobendorfer Kulturherbst eröffnet, denn das Programm umfasste neben der Ouvertüre „Titus“ und der „Serenata Notturna“ von Wolfgang Amadeus Mozart die Symphonie Nr. 9 in e-Moll Op, 95 „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak. Und die Darbietung dieses musikalischen Ausflugs über den Atlantik war ein Meisterstück. Feinfühlig wurde auf jedes Detail eingegangen, das der Dirigent Walter Reindl präzise herausarbeitete und das die Eindrücke musikalisch wiedergibt, die der Komponist in Amerika, der Neuen Welt, empfand, Dafür sind im besonderen Maß Tobias Rössler, der l. Hornsolist, Johannes Strassl beim Englischhornsolo im 2. Satz, sowie die Flötensolistinnen Stefanie Haller-Zieser und Antonia Peter hervorzuheben.
Da sowohl die Titus-Ouvertüre, als auch die „Serenata notturna“ mit den Solisten Susanne Masetti und Walpurga Neubauer (Violine), Ludmilla Kharitonova (Viola), Ruben Sanchez (Kontrabass) und Mathias Lill (Pauke) ausgezeichnet wiedergegeben wurden, war der Beifallsturm, mit dem der Dirigent Walter Reindl und das Orchester verabschiedet wurden, nur allzu berechtigt.